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AUSSTELLUNGSKATALOGE | R.B. KITAJ

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R. B. KITAJ. Die Retrospektive | 19. Jul - 27. Okt 2013 | Sonderausstellung
Katalog zur Sonderausstellung | 263 Seiten | Hardcover | Kerber | deutsche Ausgabe
 
Gelten R. B. Kitajs komplexe und mysteriös anmutende Werke bisweilen als verrätselt, viel-schichtig und provokant, zeigt die Ausstellung, aus welchen Elementen, Vorbildern und Inspirationen seine Bilder komponiert sind. R. B. Kitaj (1932-2007) gehört zusammen mit David Hockney, Frank Auerbach und anderen Künstlern zu den zentralen Vertretern der School of London, die in den frühen sechziger Jahren begannen, mit einer farbintensiven, figürlichen Malweise Alternativen zur vorherrschenden Stilrichtung der Abstraktion zu formulieren. Präsentiert werden in dieser ersten umfassende Retrospektive seit Kitajs Tod vor fünf Jahren die rätselhaften Gemälde der frühen sechziger Jahre, die in Vergessenheit geratenen Materialcollagen, die großformatigen Pop Art-ähnlichen Gemälde, die Siebdrucke der zweiten Hälfte der sechziger Jahre und die späten Los Angeles-Bilder. Die Ausstellung zeigt, wie Kitajs jüdische Identitätssuche einer künstlerischen Spurensuche nach den Bedingungen der Existenz im 20. Jahrhundert gleicht, die von Entfremdung und der Erschütterung aller existentiellen Sicherheiten geprägt ist. Kitaj entwickelte die Vorstellung von einem ‚künstlerischen Diasporismus' als Grundlage für seine radikal neuen figürlichen Formfindungen, die reiche Bezüge sowohl zu literarischen Vorbildern als auch zur Alltagskultur seiner Zeit herstellen: „Ganz und gar Amerikaner, im Herzen Jude, zur ‚London School' gehörig, verbringe ich meine Jahre weit entfernt von den Ländern, an denen mein Herz hängt [...] In der Diaspora habe ich erfahren, dass man frei ist, alles zu wagen; an vielen anderen Orten kann man das nicht."
Bisher unveröffentlichte Bild- und Textvorlagen aus dem Nachlass Kitajs bieten die Gelegenheit, die Bildquellen des Künstlers zu studieren und so einen völlig neuen Einblick in sein dichtes künstlerisches Werks zu gewinnen. Ein besonderes Augenmerk gilt vor allem dem in Hamburg geborenen Kulturwissenschaftler Aby Warburg, von dessen vergleichender ikonologischer Methode Kitajs Malerei seit seiner Studienzeit in Oxford stark beeinflusst ist.