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DIE KLEINE REIHE | GENSLER

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GENSLER. Drei Hamburger Maler | 06. Aug - 14. Nov 1999
Katalog zur Sammlungspräsentation | 48 Seiten | 44 Abbildungen | Softcover | deutsche Ausgabe

Als die Kunsthalle vor drei Jahren unter dem Titel "Mit klarem Blick" eine Übersicht über die Hamburger Malerei im Biedermeier gab und damit zur Wiederentdeckung einer spezifischen Tradition hamburgischer Malerei beitrug, fiel das Werk der Brüder Gensler besonders auf. Allen dreien - Günther, Jacob und Martin Gensler - widmet die Kunsthalle jetzt eine eigene Ausstellung. Günther war Portraitmaler. Die Elternbildnisse von 1828 und das Gruppenportrait der "Mitglieder des Hamburger Künstlervereins im Jahre 1840" gehören zu seinen größten Erfolgen. In späteren Jahren gab Gensler an der Schule der Patriotischen Gesellschaft Zeichenunterricht und hielt Vorlesungen in Kunstgeschichte, wofür er 1867 mit der Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Jacob entwickelte in den 1830er Jahren einen eigenen Bildtypus, die Verschmelzung norddeutscher und hamburgischer Landschaften mit italienischen Genremotiven entlehnten Themen. Er inszenierte bürgerliche Moralvostellungen und griff damit die Sehnsüchte seiner wohlhabenden Käuferschaft vom glücklichen Leben in ländlicher Idylle auf. Martin Gensler entdeckte auf künstlerischen Streifzügen seine Vorliebe für mittelalterliche Architektur. Unermüdliches Zeichen in Kirchen und Klöstern machten ihn zum Kenner der hamburgischen Architektur mit ihren Kunstschätzen. Günther und Martin Gensler hatten große Bedeutung für Hamburgs Kunst- und Kulturgeschichte. Als Hamburgs Altstadt 1842 beim großen Brand vernichtet wurde, übertrug man Martin Gensler die Rettung der verbliebenen Kunstschätze. Die Sammlung hamburgischer Altertümer, der Grundstock des späteren Museums für Hamburgische Geschichte, wurde von ihm aufgebaut. Seit den 1850er Jahren engagierten sich Günther und Martin Gensler für die Errichtung eines Kunstmuseums in Hamburg. Die erste öffentliche Ausstellung in den Börsenarkaden 1850 wurde von Günther präsentiert. Martin gehörte dem Comité für den Bau einer Kunsthalle an. Als das Museum 1869 eröffnet wurde, vertraute man ihm gemeinsam mit dem Freund und Maler Valentin Ruths die erste Hängung der Gemälde an. Den künstlerischen Nachlaß der drei Brüder ging an die Hamburger Kunsthalle. Die Kunsthalle besitzt heute fast neunhundert Werke der Genslers, aus denen jetzt eine Auswahl von einhundert Werken gezeigt wird, neben einigen Gemälden vor allem Zeichnungen und Ölstudien aus dem Kupferstichkabinett.